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Wir haben für Sie getestet: ein Vormittag bei der Vogelbeobachtung im Polder Sébastopol auf der Insel Noirmoutier

Ein Vormittag bei der Vogelbeobachtung im Polder Sébastopol auf der Insel Noirmoutier

Das Vogelschutzgebiet

Der  Polder von Sébastopol liegt in Barbâtre, am Anfang der Insel Noirmoutier.  Das Naturschutzgebiet erstreckt sich über 4 Kilometer Länge und 600 Meter Breite, mit eine Fläche von 133 Hektar. Viele Wissenschaftler und Naturfreunde kommen hierher, denn der Ort ist ideal, um die Vögel zu beobachten.  Es gibt hier mehr als 170 Vogelarten.  In der Zeit der Reproduktion ist der Polder  Schauplatz eines unglaublichen Schauspiels.  

 

Es ist 9 Uhr und die Sonne scheint auf dem Polder von Sébastopol. Mit meinem Fernglas und meinem Leitfaden für die Erkennung der Vogelarten genieße ich die Umgebung: Ruhe und Diskretion sind angesagt ...

 

9 Uhr – Kaum bin ich angekommen, sehe ich auch schon Dutzende von Vögeln. Ich folge dem abgesteckten Pfad und versuche gleichzeitig, mich so nahe wie möglich heranzuschleichen; mein Fernglas habe ich griffbereit. Mit Hilfe meines Buches gelingt es mir bald, die Vögel, die ich beobachte, zu identifizieren: es handelt sich um Säbelschnäbler. Mit seinem schwarzen und weißen Gefieder und dem langen, dünnen Schnabel steht ihm der Name sehr gut!  Er huscht über den Sand; ich hole meinen Fotoapparat hervor, um den Augenblick einzufangen.

 

9 Uhr 20 – Ein Stückchen weiter planscht eine Gruppe von Lachmöwen  am Wasser herum.  Ein Mann, der - seiner Ausrüstung nach zu urteilen - so aussieht, als würde er sich auskennen, antwortet freundlich auf meine Fragen und  erklärt mir einiges über diese Vogelart. Die Lachmöwe ist im Comic "Gaston Lagaffe" verewigt worden; darüberhinaus ist sie als ein sehr  gemeinschaftsfähiger Vogel bekannt.  Sie akzeptiert es sogar, vom Balkon aus gefüttert zu werden.

 

9Uhr 50 – Ich gehe mit meinem neuen Wissenschaftler-Freund weiter. Nachdem wir die Lachmöwen genügend bewundert haben, kommen wir zu den Schwarzkopfmöwen mit ihren roten Schnäbeln. Beide Arten sehen einander sehr ähnlich, man kann sie leicht verwechseln, aber mein Freund erklärt mir, dass man, wenn man die Köpfe genau beobachtet, feststellt, dass der der Lachmöwe dunkelbraun und der der Schwarzkopfmöwe - schwarz ist. Er erzählt mir auch, dass dieses Schwarz im Winter verschwindet, wenn die Vögel während ihrer Ruheperiode ihr Schlichtkleid "tragen"!

 

10.30 Uhr – Wir machen eine Pause neben einer blühenden Tamariske. Dabei interessieren wir uns zur Abwechslung für die Flora, die uns umgibt. Die Strandaster hat es mir besonders angetan. Aber mein Freund vertraut mir an, dass er ungeduldig darauf wartet, die Fluss-Seeschwalbe beobachten zu können ...

 

oiseau du polder

11Uhr – Der Schrei einer Limikole unterbricht unseren Gedankenaustausch. Der kleine Vogel sucht seine Nahrung im Schlamm. Es sieht fast so aus, als würde er für uns posieren, und so konnten wir sehr schöne Fotos machen.

 

11h30 – Da ist sie, die so lange auf sich warten ließ - die See-Flusschwalbe! Man nennt sie auch die Meeresschwalbe, wegen ihres schnellen Flugs.

 

12h – Das Eindringen in die Welt der Vögel hat mich hungrig gemacht. Ein letzter Blick auf die Säbelschnäbler, die mich persönlich am meisten berühren, und ich verabschiede mich von meinem neuen Freund. Ich schließe meinen Ausflug auf den Polder mit einem Picknick im speziell dafür vorgesehenen Areal ab.  

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